Die Ausbildung setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  • Theorie (60 Stunden)

    In der theoretischen Ausbildung machen wir Sie für die schriftliche und mündliche Prüfung fit.
    Das Ausbildungsmaterial begleitet den Unterricht und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, auch nach bestandener Prüfung darin nachzuschlagen.
    Zur gezielten Vorbereitung geben wir Ihnen auch die Lernsoftware Jagdcoach mit allen Prüfungsfragen der schriftlichen Prüfung an die Hand.

  • Praxis (60 Stunden)

    Einen Schwerpunkt der praktischen Ausbildung bildet die Waffenhandhabung. Der sichere Umgang mit der Schusswaffe ist extrem wichtig und wird in der praktischen Prüfung sehr streng geprüft.

  • Schiessunterricht

    Es ist nicht notwendig, hier Vorkenntnisse mitzubringen. Sie bekommen bei uns Schiessunterricht von Grund auf. Sie können sich voll auf das Schiessen konzentrieren, denn die kompletten Kosten inklusive Standgebühr, Leihwaffen und Munition für alle Kugeldisziplinen sind bereits im Preis enthalten! Die Kosten für das Schrotschiessen werden gesondert berechnet, da diese abhängig von der Gruppengröße und den Tagespreisen der Munition sind.

Ausbildungsinhalte

Die theoretische Ausbildung muss mindestens 60 Stunden betragen. Den Rahmen gibt das bayerische Landesamt für Maß und Gewicht vor.

Damit Sie sich ein umfassendes Bild über die Jägerprüfung und den amtlichen Fragekatalog machen können, hier der Link zum Amt:

Folgende Sachgebiete werden unterrichtet:

Sachgebiet 1

  • 1.1 Waffenrecht
  • 1.2 Vorschriften über den Umgang mit Waffen und Munition
  • 1.3 Waffentechnik und Führen von Jagd und Kurzwaffen
  • 1.4 Ballistik
  • 1.5 Waffenhandhabung
  • 1.6 Jagdoptik

Sachgebiet 2

  • 2.1 Haarwild
  • 2.1.1 Schalenwild
  • 2.1.2 Sonstiges Haarwild
  • 2.2 Federwild

Sachgebiet 3

  • 3.1 Jagdrecht
  • 3.2 Tierschutzrecht
  • 3.3 Naturschutz- und Landschaftspflegerecht und Wildschutzverordnung
  • 3.4 Fleischbeschaurecht

Sachgebiet 4

  • 4.1 Bejagungsrichtlinie
  • 4.2 Beurteilung und Behandlung des Wildbrets
  • 4.3 Jagdliche Praxis
  • 4.4 Reviereinrichtungen
  • 4.5 Hege
  • 4.6 Wildkrankheiten

Sachgebiet 5 (Hundewesen)

  • 5.1 Hunderassen
  • 5.2 Biologie
  • 5.3 Haltung
  • 5.4 Krankheiten
  • 5.5 Eigenschaften
  • 5.6 Arbeiten
  • 5.7 Abrichten
  • 5.8 Brauchbarkeitsprüfung
  • 5.9 Führen

Sachgebiet 6

  • 6.1 Naturschutz
  • 6.2 Landbau
  • 6.3 Waldbau
  • 6.4 Wildschäden

Praktische Ausbildung

An praktischen Ausbildungsinhalten stehen – je nach Jahreszeit das ganze Jagdjahr über andere Themen auf dem Programm, wie beispielsweise:

  • Biotopverbesserungen
  • Hegemaßnahmen
  • Mischen von Kirrmaterial auf Basis der Alleinfuttersilage für Schalenwild (AFS)
  • Teilnahme an der Rotwild-Winterfütterung
  • Bau jagdlicher Einrichtungen
    • Bau von Fasanenfütterungen
    • Bau und Aufstellen von Kanzeln und Leitern
  • Versorgen und Zerwirken von Wild im Feld und in der Wildkammer
  • Zubereitung von Wildgerichten
  • Anlegen von Pirschwegen
  • Jagdliches Brauchtum
    • Teilnahme an Treibjagden– Unsere Schüler sind gern gesehene Treiber, hier haben wir immer Gelegenheit das Versorgen des Niederwilds zu üben, die Strecke zu legen und am Schüsseltreiben teilzunehmen

Kernstück unserer praktischen Ausbildung ist jedoch die systematische Vorbereitung auf den Teil der praktischen Prüfung, der die höchste Durchfallquote an allen bayerischen Prüfungsstandorten hat – der Waffenhandhabung.

Wir haben alle Waffen, die Ihnen in der Prüfung vorgelegt werden könnten, teils in mehrfacher Ausführung. Nach einem bewährten Schema gehen wir systematisch, Schritt für Schritt alle Handhabungselemente durch, immer wieder, an allen Waffen, bis es sitzt. Geübt wird in kleinen Gruppen: 1 Ausbilder, 4 Schüler.

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Vergleichen Sie selbst die Kursstärke oder ob man Sie zur Handhabung in den Laden eines Waffenhändlers schickt.
Nicht ohne Grund kommen immer mehr Schüler aus solchen Ausbildungsstätten auf Empfehlung in unsere Refresher, oder buchen Einzelunterricht.

Überdachte Ansitzleiter – von Jagdschülern gebaut und errichtet

Überdachte Ansitzleiter – von Jagdschülern gebaut und errichtet

Fallenjagd im Praxisrevier

Im Modul "Fallenjagd" werden wir im Praxisrevier Fallen aufstellen, bauen Fangbunker oder z.B. Jungfuchsfallen.

(Auch solche, nicht mehr zulässige, Fallen haben wir als Anschauungsmaterial für Sie)

Praxis im verschneiten Revier: Bau von Kanzeln und Leitern

Kanzelbau im verschneiten PraxisrevierMaterial für den KanzelbauJagdschüler bauen AnsitzkanzelnAufbau einer Kanzel aus RundholzAnsitz im Revier

Schiessausbildung

Schiesskino

Um die Situation auf Drückjagden zu simulieren, sind 5 Schuss auf eine reale jagdliche Filmsequenz nachzuweisen.

Dazu steht Ihnen unser hochmodernes, Laserschiesskino mit vielen realen Filmsequenzen zur Verfügung.

Szenen von Drückjagden auf Sauen, Rehwild, Rotwild, Muffel oder auch Bären werden auf über 12 m2 Fläche projiziert.

Eine Hochgeschwindigkeitskamera erkennt den "Laserschuss" der etwa 0,3 Sekunden aufblitzt. Der Treffer wird dann im Film und zusätzlich dann in einem Pop-Up-Fenster vergrössert angezeigt.

Neben unseren Laserwaffen, können wir die Lasereinsätze und Triggerschalter an jede beliebige Waffe anbauen, damit Sie den Schuss auf flüchtiges Wild üben können.

Kurzwaffenschiessen

Auch hier ist der Nachweis von je 5 Schuss aus Revolver und Pistole Prüfungsvorleistung, den wir in der Ausbildung erbringen.

Auf dem Kurzwaffenschiessstand werden Sie Gelegenheit haben, mit Pistole und Revolver zu üben.

Büchsenschiessen

Der Schuss auf die DJV-Rehbockscheibe – 100 Meter sitzend aufgelegt und stehend freihändig / angestrichen – wird ebenso geübt wie der Schuss auf den laufenden Keiler. Die Treffer auf den laufenden Keiler werden elektronisch angezeigt. Man sieht sofort, wie gut man getroffen hat.

In der Prüfung wird auf die Rehbock-Scheibe geschossen, während der Nachweis von mindestens 3 Treffern von 5 Schuss auf den flüchtigen Überläufer als Prüfungsvorleistung in der Ausbildung zu erbringen ist. Für das Schiessen mit der Büchse stehen uns mehrere Schiessstände zur Verfügung.

Schütze am überdachten Büchsenstand
Überdachter Büchsenstand
Überdachter Schießstand für den laufenden Keiler
Schießstand für den laufenden Keiler
Elektronische Trefferanzeige am laufenden Keiler
Elektronische Trefferanzeige am laufenden Keiler
Trefferbild auf der DJV-Rehbockscheibe
Trefferbild auf der DJV-Rehbockscheibe

Flintenschiessen

Die Ausbildung im Flintenschiessen auf der Schiessanlage Bockenberg ist ein echtes Highlight unserer Jagdschule.

Schütze der Flintenschule Sageder beim Tontaubenschiessen auf der Schiessanlage Bockenberg

Bayern hat im Vergleich zu allen anderen Bundesländern die geringsten Anforderungen an das Flintenschiessen: Es wurde gänzlich aus der Prüfung genommen. Lediglich der Nachweis von 250 beschossenen Tontauben und davon einer Serie von 10 Tauben mit 3 Treffern genügt.

Also lassen so manche Jagdschulen und Kreisgruppen ihre Jagdscheinanwärter mit irgendwelchen Flinten einfach darauf losballern in der Hoffnung, dass schon eine passende Serie dabei sein wird.

Wir sehen das anders: Wir möchten nicht, dass Sie sich auf der ersten Treibjagdeinladung bis aufs Blut blamieren und möglicherweise nicht mehr eingeladen werden.

Unsere Flintenlehrer sind absolute Profis, die Ihnen das Flintenschiessen von der Pike auf beibringen und den Grundstein für das Flintenschiessen Ihrer gesamten Jagdlaufbahn legen.

Unser eigenes Arsenal an neuwertigen Brenner-Flinten in den unterschiedlichsten Ausführungen bietet für jeden Schüler die passende Waffe. Vor dem Unterricht steht das Anpassen der Flinte an den Schützen.

Die Ausbildungsschiessanlage ist mit modernster Technik ausgestattet und hat einen eigenen Jungjägerstand, an dem die Einweisung in Ruhe und ohne Druck erfolgen kann.